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Crowdinvesting – Die Revolution für Mikroinvestoren?

Miles and more fintech crowdinvesting
Insgesamt stecken inzwischen allein in Immobilien mehr als 170 Mio. Euro, die über Online-Plattformen mitfinanziert wurden.

Im Gegensatz zum Crowdinvesting, mit dem wir uns in diesem Beitrag beschäftigen, ist das Crowdfunding in der breiten Öffentlichkeit schon seit einiger Zeit bekannt. Dazu haben verschiedene Initiativen und Plattformen beigetragen, wie etwa Kickstarter im Bereich der Unterhaltungselektronik. Von Filmen über Videospiele bis zu Smartwatches werden hierüber Projekte medienwirksam finanziert. Im Vordergrund steht dabei jedoch nicht etwa eine Beteiligung oder Dividende, sondern der Wunsch das bestimmte Projekte umgesetzt werden. Entsprechend erhalten Unterstützer in der Regel Zugang zu dem fertigen Produkt, oder sie werden zum Beispiel bei Filmen im Abspann erwähnt. Grundsätzlich funktioniert die entgegengesetzte Seite, das Crowdinvesting, genauso: Viele Menschen, die Crowd (engl.: Menschenmenge), investieren als Gruppe über das Internet mit relativ kleinen Summen in die Realisierung eines Projektes, welches jeder für sich allein nicht hätte umsetzen können. Anders als beim Crowdfunding geht es beim Crowdinvesting jedoch darum, Gewinne mit seinem angelegten Geld zu erzielen. Was als Modell zur Finanzierung von Start-ups mit wenig Kapital begann, hat sich in den vergangenen Jahren immer mehr in anderen Bereichen etabliert.

Während in 2011 bundesweit noch rund 1,4 Mio. Euro online vermittelt wurden, verdeutlicht das Volumen von ca. 64,4 Mio. Euro in 2016 das enorme Entwicklungspotenzial dieser innovativen Anlagemöglichkeit auf. Allein in den ersten drei Quartalen 2017 wurden über 100 Mio. Euro per Crowdinvesting investiert. Insgesamt stecken inzwischen mehr als 170 Mio. Euro (Stand: Oktober 2017) in deutschen Immobilien, die über Online-Plattformen mitfinanziert wurden. Damit stellen Immobilien das am schnellsten wachsende Segment des Crowdinvesting-Bereiches in Deutschland dar.  

Immobilien gehören nach wie vor zu den interessantesten Investitionsmöglichkeiten; gerade in Zeiten niedriger Zinsen gelten sie als wertstabil und erzielen gute Renditen. Doch genau hier liegt das Problem für viele Privatanleger, denn wegen der ungebrochenen Nachfrage sind die Preise für Wohnungen und Häuser hoch. Vor allem in attraktiven Lagen war der Zugang zu renditestarken Objekten daher bislang oftmals nur institutionellen oder sehr vermögenden Investoren vorbehalten. Die neue digitale Anlageoption – das Crowdinvesting für Immobilien – demokratisiert nun den Markt und öffnet ihn für eine deutlich größere Zielgruppe. Ermöglicht wird diese moderne Finanzierungsmethode dank professioneller Online-Plattformen wie unseren Partner Exporo: Sie vermitteln direkt zwischen kapitalsuchenden Projektentwicklern bzw. Bauträgern und interessierten Kleinanlegern. Die Investoren können bereits mit geringen Summen Immobilienprojekte finanzieren und von hohen Renditen profitieren. Die Bauträger erhalten das nötige Kapital, um ihr Bauvorhaben zu realisieren. 

Die Gründe für den Erfolg der digitalen Immobilieninvestments liegen auf der Hand: Dank der Digitalisierung werden Immobilienfinanzierungen schneller, flexibler und effizienter abgewickelt – und die Plattformen bieten dafür genau die passende Infrastruktur. Sie verfügen über leistungsstarke Technologien und moderne Software. Für viele Investoren ist die Möglichkeit, bereits mit geringen Beträgen in ein Projekt einzusteigen, ein wichtiger Faktor. So liegt die Mindestanlagesumme je nach Anbieter zwischen 5 und 500 Euro. Im Gegensatz zu anonymen Immobilienfonds, bei denen die Geldgeber keinen Einfluss auf das Portfolio haben, entscheidet der Anleger selbst, für welche Projekte sein Kapital verwendet wird. Die Laufzeiten der einzelnen Investments sind mit 12 bis 36 Monaten vergleichsweise kurz, der durchschnittliche jährliche Zinssatz liegt zwischen fünf und sechs Prozent. Für den Anleger fallen zudem keine Gebühren an, da der Investitionsprozess komplett onlinebasiert und damit kostengünstig ist. Hohe Verwaltungs- oder Vertriebskosten werden vermieden, was sich wiederum positiv auf die Rendite auswirkt.

Auch für die Projektentwickler zahlen sich die digitalen Investments über die Schwarmfinanzierung aus: Da Banken aufgrund von Regulierungen (Basel II und Basel III) nur noch bis zu 80 Prozent eines Projektes finanzieren, haben Bauträger einen erhöhten Eigenkapitalbedarf, um ihre Bauvorhaben umzusetzen. Mittels Crowdinvesting erhalten sie das benötigte Geld, so dass sie auch mehrere Projekte gleichzeitig realisieren und damit wachsen können. Dabei geben die Online-Plattformen üblicherweise nicht nur verbindliche Aussagen hinsichtlich der Darlehenshöhe und des Zahlungszeitpunktes, sie übernehmen auch das Projektmarketing und die Kommunikation mit den Anlegern. 

Somit sind digitale Immobilieninvestments sowohl für private Kleinanleger als auch für Projektentwickler besonders attraktiv und der Markt entwickelt sich stetig weiter. Die Transaktionsvolumina steigen und Finanzdienstleister aus der analogen Welt schließen Kooperationen mit FinTech-Unternehmen, um ihren Kunden digitale Geldanlagen anzubieten. Eines steht für uns fest: An der zunehmenden Digitalisierung führt kein Weg vorbei. Erleben könne Sie dies schon heute bei unserem Partner Exporo, welcher ein umfangreiches Projektportfolio unterschiedlicher Immobilien Investments anbietet.


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